AppCloud365

Softwarepaketierung

Vom WinGet-Katalog zum fertigen Paket für Intune

AppCloud365 spiegelt den WinGet-Katalog von Microsoft lokal, durchsucht Anwendungen, Versionen und Installer und baut daraus Pakete, die sich direkt in Intune, Configuration Manager oder einer klassischen Softwareverteilung einsetzen lassen: als PSAppDeployToolkit-Paket, als .intunewin oder als verifizierter Original-Installer.

  • Rund 14.600 Anwendungen im Katalog (Stand August 2026)
  • PSAppDeployToolkit v4
  • .intunewin über das Microsoft Win32 Content Prep Tool
  • SHA-256-Prüfung jedes Downloads
  • Oberfläche in Deutsch und Englisch, weitere Sprachen folgen

Die Produkte sind derzeit in Deutsch und Englisch verfügbar; weitere Sprachen folgen zeitnah.

So arbeitet AppCloud365

Vier Schritte von der Suche bis zum Download. Alle Abbildungen zeigen die tatsächliche Anwendung.

  1. Katalog synchronisieren

    Ein separater Sync-Prozess klont das WinGet-Repository von Microsoft und importiert alle Manifeste in eine lokale Datenbank. Folgeläufe verarbeiten nur die Änderungen seit dem letzten Lauf, typischerweise alle paar Stunden über die Windows-Aufgabenplanung. Entfernte Pakete werden als inaktiv markiert, nicht gelöscht.

  2. Anwendung finden

    Die Suche läuft über Name, Identifier, Publisher, Moniker und Tags, mit Filtern nach Installer-Typ und Architektur. Die Detailseite listet je Version alle Installer mit Typ, Architektur, Scope und Silent-Fähigkeit; der passendste Installer ist vorausgewählt, SHA-256, ProductCode und Silent-Switches sind direkt sichtbar.

  3. Paket bauen

    Ein Assistent in drei Schritten übernimmt Hersteller, Name, Version und Architektur aus dem Katalog, leitet Install- und Uninstall-Kommandos aus den Manifestdaten ab und zeigt vor dem Bau eine Zusammenfassung mit Ausgabename und Kommandos.

  4. Herunterladen und verteilen

    Pakete entstehen als Hintergrund-Jobs in isolierten Arbeitsverzeichnissen. Die Job-Übersicht zeigt Status, Dauer und Ergebnis und bietet das fertige Artefakt zum Download an. Nach einer einstellbaren Aufbewahrungszeit wird es automatisch bereinigt.

Vier Paketoptionen

Je nach Verteilungsweg und Vorlieben des Packaging-Teams entsteht aus derselben Anwendung das passende Artefakt.

  1. Setup-Datei

    Original-Installer

    Download der Originaldatei, serverseitig gegen die im WinGet-Manifest hinterlegte SHA-256 geprüft. Bei Abweichung bricht der Job ab.

  2. .zip

    PSADT-Paket

    PSAppDeployToolkit-v4-Paket mit Installer und fertig konfiguriertem Deployment-Skript: Hersteller, Name, Version, Install- und Uninstall-Kommandos.

  3. .intunewin

    PSADT IntuneWin

    Das PSADT-Paket, zusätzlich mit dem Microsoft Win32 Content Prep Tool für Intune verpackt.

  4. .intunewin

    Native IntuneWin

    Schlanker Install.ps1/Uninstall.ps1-Wrapper ohne PSADT für Umgebungen, die das Toolkit nicht einsetzen. Exit-Codes werden unverändert an das Deployment gemeldet.

Für Installer-Typen ohne belastbare Manifestdaten, etwa portable Anwendungen oder ZIP-Archive, steht nur der Original-Download zur Verfügung. Die Oberfläche erklärt in diesem Fall, warum.

Bereitstellung direkt im Zielsystem

Neben dem Download der fertigen Pakete richten wir auf Wunsch die direkte Übergabe in Ihr Verteilsystem ein: Die in AppCloud365 gebauten Pakete landen dann in Microsoft Intune oder im Configuration Manager, ohne manuellen Zwischenschritt.

  • Microsoft Intune und Microsoft Configuration Manager (SCCM / Endpoint Configuration Manager)
  • Weitere Systeme, sofern die Schnittstellen bekannt sind oder von Ihnen bereitgestellt werden
  • Einrichtung und Umfang nach Absprache, als Teil des Managed Service

Was AppCloud365 bewusst nicht tut

Ein Paket, das im Deployment still scheitert, kostet mehr Zeit als eines, das gar nicht erst gebaut wird. Deshalb gelten ein paar feste Regeln.

  • Keine erfundenen Kommandos

    Install- und Uninstall-Befehle entstehen ausschließlich aus Manifestdaten und bekannten Installer-Familien. Fehlt ein belastbarer Uninstall-Befehl, zeigt der Assistent das an; er muss ergänzt oder ausdrücklich ohne Uninstall bestätigt werden.

  • Kein unverifizierter Download

    Jeder Installer wird beim Herunterladen gegen die SHA-256 aus dem WinGet-Manifest geprüft. Stimmt der Hash nicht, wird die Datei verworfen und der Job schlägt mit einer klaren Meldung fehl.

  • Keine Tool-Downloads durch die Website

    PSAppDeployToolkit und IntuneWinAppUtil bezieht ein separater Bootstrap aus den offiziellen Quellen. Fehlt das Tooling, sind die betroffenen Paketoptionen sichtbar deaktiviert.

  • Kein stiller Erfolg

    Fehlgeschlagene Läufe erzeugen kein Paket. Im nativen Wrapper werden nur die Exit-Codes 0, 3010 und 1641 als Erfolg gewertet, alle anderen unverändert als Fehler gemeldet.

Ausblick

Microsoft Store: vorgesehene Erweiterung

In Planung

Die aktuelle Version arbeitet mit dem WinGet-Community-Katalog (microsoft/winget-pkgs). Die Anbindung von Anwendungen aus dem Microsoft Store ist als Erweiterung vorgesehen, aber heute noch nicht Bestandteil von AppCloud365. Wir nennen keinen Termin, bevor Umfang und Rahmenbedingungen feststehen.

PSAppDeployToolkit als Grundlage

Die PSADT-Optionen bauen auf dem offiziellen v4-Template auf. AppCloud365 setzt die Sitzungsvariablen für Hersteller, Name, Version und Architektur und trägt die Install- und Uninstall-Aufrufe an den vorgesehenen Stellen des Skripts ein. Fehlen im Template die erwarteten Marker, bricht der Bau ab, statt die Struktur zu verändern.

Technische Basis

Web-Anwendung auf .NET 10 (Blazor Server) mit offener Architektur und Datenzugriff über Entity Framework Core. Betrieb unter Windows; der Katalog-Sync läuft als eigener Prozess über die Windows-Aufgabenplanung. Automatisierte Unit-, Integrations- und UI-Tests gehören zum Projekt.

Zusammenspiel mit OpsCloud365

AppCloud365 und OpsCloud365 sind eigenständige Produkte mit getrennter Datenbasis. Wer beide einsetzt, kann die mit AppCloud365 erzeugten Pakete als bestellbare Leistungen im Servicekatalog von OpsCloud365 anbieten: Mitarbeitende bestellen eine Anwendung, die Genehmigung läuft im Service Desk, die Bereitstellung nutzt das fertige Paket.

OpsCloud365

AppCloud365 im Einsatz sehen

Wir zeigen Ihnen den Weg von der Katalogsuche bis zum Paket in Intune, gern anhand von Anwendungen aus Ihrem Portfolio, und richten nach Absprache eine Demo-Installation ein. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an.

Büro Deutschland (Vertrieb und Technik)

Berlin, Deutschland